lonari.de ilona-utzig.de HSV @ fussballperle.de

Ich bin hier.

März 31st, 2010

Ich habe beschlossen, meine seit geraumer Zeit koexistierenden Blogs zu diversen unterschiedlichen Themen, die ich fast nie großartig gepflegt habe, mal hier ein bisschen und mal da, einfach zusammenzufügen.

Deshalb bin ich jetzt hier: http://kaffeemamaschuhehsv.wordpress.com/

Wer mich via lonari.de verlinkt hat, braucht nichts zu ändern. Aber dieses Blog hier war auch über www.ilona-utzig.de/blog/ zu erreichen, diesen Link bitte aktualisieren.

Ob ich jetzt mehr blogge, weiß ich noch nicht, aber es hat schon mal Spaß gemacht, alles zusammen zu packen. Obwohl davon thematisch nix zusammen passt, aber macht ja nüscht.

Ob ich jetzt endgültig dort bleibe, weiß ich auch noch nicht, aber im Moment fühle ich mich erst mal ganz wohl da.

Meine Oma

Februar 3rd, 2010

wird heute 100 Jahre alt. Geboren am 3.2.1910. Wow! Davor habe ich riesigen Respekt. Unvorstellbar, was sie alles miterlebt hat. Sie ist noch ziemlich fit und ein großes Vorbild für mich, in ganz vielen Belangen.

Herzlichen Glückwunsch, Oma!

To save me from tears

Dezember 24th, 2009

Drei Stunden! Das ist neuer Rekord. Noch nie zuvor habe ich so lange gebraucht, um den Weihnachtsbaum zu schmücken. Und dabei hatte alles so vielversprechend begonnen. Mit zwei neuen, noch verpackten Lichterketten, die nicht erst noch entwirrt werden mussten, was mich sonst alle Jahre wieder zur Verzweiflung / in den Wahnsinn treibt. Das konnte ich also schon mal flott abhaken. Und da diese wunderbaren Lichterketten so konzipiert waren, dass man den Stromanschluss nicht wieder zurückführen musste, flutschte alles wie geschmiert. Dazu noch eine schön gewachsene Nordmanntanne mit herrlich weichen Nadeln und wunderhübsche neue Kugeln mit sehr praktischen Klemmhaken, die man einfach in die Äste hängen kann, ohne Gequetsche und Gedrücke. Und aufgrund der weichen Nadeln gab es auch kein widerwärtiges Nagelhautgepiekse.

Was also hat dazu geführt, dass ich gestern 180 Minuten am Stück mit dem Behängen des Baumes verbracht und dabei auch noch eindeutig zu oft Last Christmas gehört habe?

Mein Perfektionismus. Was muss ich auch immer so genaue Vorstellungen haben. Natürlich bin ich wie immer nach Schema P vorgegangen. P wie Papa. Alles von Papa gelernt. Erst die Lichterkette, dann die evtl. vorhandene Girlande, dann die Kugeln und der Rest an Dekokram. Die Kugeln immer schön verteilen, sodass die Farben sich nicht ständig an denselben Stellen wiederholen, große Kugeln nach außen und unten, kleine nach innen und oben.

Klingt so einfach. Ist es aber nicht.

Noch mal zurück zum Anfang, der Lichterketten. Zwei Stück. Ganz neu. Alles wunderbar. Um nicht immer unter den Baum kriechen zu müssen um sie an den Strom anzuschließen, bin ich auf die glorreiche Idee gekommen, Funksteckdosen mit Fernbedienung zu installieren. Leider hat der Hersteller diese Steckdosen so versehen, dass man sie aufschrauben muss, um einen Funkcode einzustellen. Und leider befindet sich unser Werkzeugkasten im Anbau, den man über die Terasse erreicht. Und noch leiderer hat es gestern geschneit wie Bolle. Die Umsetzung des Funksteckdosenplanes habe ich also zähneknirschend auf den nächsten Tag verschoben. Na ja. Für White Christmas war ich bereit, etwas Geduld aufzubringen.

Dann die Girlande, die wollte auch einfach nicht so wie ich. Widerspenstiges Vieh. Kaum verteilt, rutschte sie hier vom Ast und warf sich dort merkwürdig schlaff in die Kurve. Ich habe dabei mehr Runden um den Baum gedreht als Schumi in seiner ganzen Karriere um den Hockenheimring. Ich hasse es, wenn die Girlande blöde hängt. Dann sieht das so dahingerotzt aus. Die Girlande muss hübsch hängen. Hab’s halbwegs hingekriegt. Halleluja.

Dann die Kugeln. Konnte machen, was ich wollte - sie so wild verteilen wie nur irgend möglich -, zum Schluss hingen immer die lilafarbenen bei den lilafarbenen, die rosafarbenen bei den rosafarbenen und die pinken bei den pinken. Je mehr ich sie verteilen wollte, desto schlimmer wurde es. Irgendwann bin ich dazu übergegangen, sie mehr oder weniger blind zu verteilen. Und plötzlich ging’s.

Gegen 0.30 Uhr war ich fertig. Fix und fertig. Aber ich finde, es hat sich gelohnt. I proudly present:

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Irgendwie sieht er gar nicht so aus, als hätte ich so viel Zeit hinein investiert. Nächstes Jahr gibt’s n Tischbäumchen. Wird eh nicht anders gehen, denn dann läuft hier ein Zwerg durch die Gegend, der sowieso alles wieder abreißt, was man vorher mühsam aufgehängt hat.

Winter Wonderland

Dezember 21st, 2009

Hoppala. Da guckt man mal drei Stunden nicht aus dem Fenster, und dann liegt so hoch Schnee, dass man die Gartentür kaum noch aufbekommt. Tjoha. Nicht schlecht.

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Little Miss Sunshine auf dem Schaukelstuhl

Juni 11th, 2009

Nächste Woche werde ich 30. Es ist noch keine Midlifecrisis in Sicht, und ich habe auch nicht vor, mich einer solchen hinzugeben. Könnte ich auch gar nicht, denn noch fehlt mir das nötige Geld für das dazu benötigte Porschecabrio. Das ich mir dann leisten wollen würde, wenn ich eine hätte. Also eine Crisis.

Nicht, dass ich anlässlich der neuen Null nicht auch schon ins Grübeln geraten wäre. Die Bilanz fällt aber erstaunlich positiv aus. Mit anderen Worten: Ich bin sehr zufrieden mit meinem Leben und dem bisher Erreichten. Doch, könnte schlimmer gelaufen sein. Ich habe das Abitur geschafft, ein Volontariat in der Tasche, bin - fast - mit dem Studium fertig, habe seit zehn Jahren den besten Mann weit und breit an meiner Seite und seit April auch noch das tollste Kind. Mir geht’s richtig gut, und dafür bin ich sehr dankbar.

Aber eins bin ich sicher nicht mehr: ein Mädel. Ein Mädel war ich so bis 16, und damals gründete sich auch meine Mädelsschulclique, die heute noch unverändert existiert und in deren Dunstkreis ich es auch als legitim empfinde, Mails mit Hallo Mädels zu beginnen. Um der guten, alten Zeiten Willen. Wir fünf machen das alle, aber an und für sich ist das auch etwas grotesk, denn man muss sich dabei mal vor Augen halten, dass Freundin K. inzwischen eine gestandene Gymnasiallehrerin, Freundin B. Wirtschaftsprüferin und Freundin U. Anwältin mit Schwerpunkt Arbeitsrecht ist.  Last but not least jettet Freundin E. für eine große Logistikfirma durch die Weltgeschichte. Und das sicher nicht als Geschäftsmädel, sondern als Geschäftsfrau. Also keine Mädels mehr. Mädels sind wir nur unter uns, im Alltag sind wir Frauen. Müssen wir sein. Und wollen wir auch. Wir können nicht im Little-Miss-Sunshine-T-Shirt in den Gerichtssaal gehen oder vor den Kunden treten. Man soll uns schließlich ernst nehmen. Gefälligst.

Gar nicht so einfach, diese beiden Rollen miteinander zu verbinden. Im Inneren ist man zwar noch oft genug und auch sehr gerne Kind, aber im Großen und Ganzen schon längst erwachsen und genau, eine Frau. Deutlicher gesagt: Ich bin gerne eine erwachsene Frau, ich will gar kein Mädel mehr sein - denn so schön die Mädelzeit in meinem Leben auch war, ich wünsche sie mir nicht zurück. Ich bin froh und dankbar über das Mehr an Lebenserfahrung, über das ich heute verfüge und das ich mir hart erarbeitet habe.

Auch, wenn mir Medien und Werbeindustrie nur allzu gern suggerieren möchten, dass es in meinem Alter doch noch gar nicht erstrebenswert ist, schon als Frau angesehen zu werden. Zum Beispiel im  Werbespot einer rosa Deodorantfirma, in der ein Haufen Mittzwanzigerinnen auf Mädels-WG macht.

Auf ein solches Frauenbild würden die Werbetreibenden allerdings gar nicht setzen, wenn wir Damen von 20 bis 40 uns nicht ständig selbst als Mädels betiteln würden, zugegebenermaßen sind meine Geschlechtsgenossinnen nicht ganz unschuldig an diesem Zustand. Stichwort Jugendwahn. Tröstlich: den Männern geht es auch nicht so viel besser, die treffen sich ja auch mit Ende 30 noch immer mit ihren Jungs.

Mir geht das Mädelsgehabe mit seinen Konsequenzen trotzdem auf den Senkel. Ganz speziell in Momenten wie vor einiger Zeit im Supermarkt, als ein gönnerhafter, nach Zigarrenqualm stinkender, alter Sack gänzlich fremder Mann Anfang sechzig meinte, mich mit einem So geht das aber nicht, Mädel zurechtweisen zu müssen, weil er der Meinung war, die letzte fettarme Milch im Regal sei für ihn reserviert gewesen. Zwei Unverschämtheiten in nur einem Satz. Ich hatte damals die passende Antwort parat, die ich an dieser Stelle nicht wiederholen möchte, weil sie nicht ganz jugendfrei und damit nicht für Mädelsohren geeignet war.

Worauf ich hinaus will: Ich habe den Eindruck, Frau-Sein ist out und ewig-Mädel-Sein ist in. Mädels sind wir heute bis mindestens 49, wenn nicht sogar länger. Frau-Sein hieße ja auch, sich auf das Altern einzulassen, und das wäre ja unerträglich. Das macht ja auch heute keine mehr freiwillig. In Würde älter werden. Und die berühmten Vorbilder verweigern sich hinsichtlich dessen sowieso. M*d*nna zum Beispiel. Auch so ein Mädel von fuffzig Jahren.

Was mich an der Mädelsschiene besonders nervt, ist, dass sie gerne mal so eine Art Schutzbiotop für veranrtwortungsloses Handeln darstellt. Schema: Wenn ich was falsch gemacht habe, stelle ich mich einfach etwas dümmlich und damit als etwas unreif dar, klimpere mit den Wimpern, untermale damit meine altersbedingte Unschuld und schwupps!, schon ist alles wieder gut. Und wenn das bei meinem Gegenüber nicht wirkt, mache ich laut wähä. Ich bin schließlich unter 50, da darf man das noch, und damals im Kindergarten hat die Masche ja auch schon prima funktioniert, wieso also nicht bei Altbewährtem bleiben. Erst, wenn auch das nicht zieht, zeige ich mein wahres Ich. Und das will dann meistens keiner sehen. Komisch.

Nun ja, Wie dem auch sei. Vielleicht ist es einfach, mit knapp dreißig zu behaupten, das Altern mache einem ja nix aus. Ich kann nur versuchen, möglichst g,aubhaft zu beschreiben, dass mich die ersten Anzeichen von Hautalterung in meinem Gesicht zwar erstaunt, aber keinesfalls zu Panik veranlasst haben. Anders als die Aussicht darauf, noch mit 89 als Mädel im Schaukelstuhl zu sitzen - die macht mich schon irgendwie mürrisch. Denn auch dann werde ich mit Freuden als das angesehen wollen werden, was ich dann bin: eine alte Frau. Mit vermutlich weißen Haaren (ohne Dutt allerdings), tiefen Falten und Marotten, die ich mir dann aufgrund meiner noch umfangreicheren Lebenserfahrung einfach mal leisten werde. Und Mädels gibt es in meinem Leben dann hoffentlich nur noch in Form von zwanzig entzückenden Enkelinnen.