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Threetwoonefun

August 27th, 2009

In drei Tagen “darf” ich mal wieder zum HSV-Heimspiel. Das erste Mal seit L da ist. Wenn sie mich lässt. Und das wird sie, denn sie kommt zu Oma. Oma freut sich schon. Und Mama freut sich noch mehr.

Die ersten zehn Minuten werde ich wie gewöhnlich mit mütterlich-schlechtem Gewissen verbringen, aber dann (nach einem Anruf bei Oma zwecks Statusabfrage) werde ich mich entspannen, um mich gepflegt im Stadion aufregen zu können. Klingt logisch, oder?

Jol geht zu Ajax

Mai 26th, 2009

Ich hätte zwar auch nicht gedacht, dass ich das mal schreiben würde aber:

Das darf doch wohl nicht wahr sein, Jol verlässt uns und geht zu Ajax! Nein, nein, nein, nein, nein!!!

Naaaaheeeeiiiiiiiinnnnnn!

Zwischenstand aus dem Babyland

April 21st, 2009

Eigentlich wollte ich ja mal wieder über Fußball bloggen, mir ist gerade aufgefallen, dass die Einträge hier in letzter Zeit leicht monothematisch daher kommen. Zum Beispiel, dass ich Martin Jol inzwischen in mein Herz geschlossen habe (ich musste desöfteren über ihn lachen, obwohl ich nicht wollte). Oder dass ich immer noch glaube, dass wir Meister werden. Und dass ich schon die ganze Zeit überlege, ob ich den kleinen Wurm dann anlässlich der Meisterschaftsfeier wirklich für zwei Stunden bei Oma abliefern kann. Mir ist noch nicht ganz klar, ob ich das jetzt schon übers Herz bringe, aber ich habe ja noch ein bisschen Zeit, um mir das reiflich zu überlegen. Oma würde sich jedenfalls freuen. Ich könnte auch schreiben, dass ich mich schon gar nicht mehr darüber wundere, dass wir noch immer in allen drei Wettbewerben unterwegs sind. Oder darüber, wie pervers es eigentlich ist, vier Mal hintereinander gegen Werder Bremen zu spielen. Und dass Tim Wiese offenbar jetzt schon Schiss davor hat.

Aber gut.

Ich schreibe natürlich über das Baby!

Unsere kleine Linn hat sich schon ganz gut akklimatisiert bei uns. Inklusive 3-4-Stunden-Rhythmus. So lange schläft sie, dann will sie essen und gewickelt werden. Dann ein bisschen Entertainment bitte, und dann wieder schlafen. Immer noch das liebste Baby der Welt. Und trotzdem ist es natürlich anstrengend. Aber wunderschön. Das Anstrengende ist vergessen, sobald sie einen mit ihren hübschen Augen ansieht. Mir geht das Herz auf, da kann ich noch so müde und vollgesabbert sein. Die Waschmaschine läuft im Prinzip 24 Stunden am Tag, und irgendwie rieche ich von Kopf bis Fuß nach Babypups. Wie unsere ganze Wohnung im Übrigen. Dafür ist der Vormietergeruch jetzt endlich weg, der hat mich eh genervt.

Ansonsten ist Frau Krawallski - wie ich die junge Dame in der Spätschwangerschaft öfter nannte - gar nicht mehr so krawallig. Sie weiß genau, was sie will, und das tut sie kund. Bisher gelingt es uns ganz gut, sie zu interpretieren, den Hunger-Schrei bzw. das Hunger-Augenbrauenhochziehen vom Ich-habe-in-die-Windel-gemacht-jetzt-tut-endlich-was-wie-unfähig-seid-Ihr-denn-Gequake zu unterscheiden. Besonders geduldig ist sie dabei nicht, das hat sie vom Vater, wie dieser schon peinlich berührt zugegeben hat. Dafür beruhigt sie sich aber auch meistens in Nullkommanix, wenn sie bekommen hat, was ihr ihrer Meinung nach zustand.

Ein Problem haben wir auch schon: Sie will nicht ins Bettchen. Jedenfalls nicht, solange sie nicht tief genug schläft. Das ist etwas anstrengend, weil man sich nach dem Stillen selbst schon im Tiefschlaf befindet, während Madame immer noch mit den Augen zuckt - und das ist dann eindeutig der falsche Moment, um sie ins Bettchen zu legen, dann wacht sie sofort auf, strampelt wütend ihre Decke weg und möchte bitte bekuschelt werden. Sofort. Natürlich. Ich lerne langsam, wann sie tief genug schläft. Und tja:

Sie hat uns im Griff.  Das Baby ist der Boss. Ich schlafe jetzt, wenn sie schläft, auch, wenn es mitten am Tag ist. Sonst habe ich keine Chance, dieses Stillen-Schlafen-Wickeln-Prozedere jede Nacht durchzuhalten. Ich esse, wenn sie schläft - Frühstück muss dann auch öfter mal warten. Ich dusche, wenn sie schläft. Manchmal auch um zwölf Uhr mittags. Ich gewöhne mich dran. Bin kein Freund davon, dem Baby meinen Rhythmus aufzudrücken, auch, wenn es offensichtlich genug Mütter gibt, die das versuchen. Ich stelle mich nicht mit der Stoppuhr neben das Kind und wecke es auf, nur, weil es gerade soundsoviel Uhr ist und es jetzt essen muss. Es isst, wenn es Hunger hat, und es schläft, wenn es schlafen will, und basta. Dadurch haben wir ganz viele, schöne, ruhige Momente zusammen, und ihr gefällt’s, also bin ich auch zufrieden.

Soviel von der Babyfront. Heute kommen die Omas und die Opas, es wird aufregend für Linn. Aber davon weiß sie noch nichts, sie schläft am Fenster im Tageslicht. Das ist ein Leben!

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Ach, Särtsch, Du fehlst mir!

Dezember 10th, 2008

Bin ja momentan eh etwas nah am Wasser. Und als ich diese Worte las, musste ich umso mehr schlucken:

Sechs Jahre (2000-2006) war er hier Spieler: „Als ich nach Hamburg kam, habe ich mich sofort in diese Stadt verliebt: Hier bleibst du! Als ich beim HSV spielen durfte, war ich unheimlich stolz. Von der 1. Minute an habe ich diesen Verein geliebt. Und das mache ich heute noch. Das hier ist mein Verein, das hier ist meine Stadt! Und Sie können mir glauben – ich bin sehr loyal, immer ehrlich.“
(Quelle)

Glaube ich Dir sofort. Ach ja…

Das Glück der Dummen.

November 24th, 2008

Ich weiß ja, dass man nicht meckern sollte, wenn man gewonnen hat. Aber das Nordderby gestern hat dem diesjährigen Halloweenfest in Sachen Grusel locker Konkurrenz gemacht. Wir haben uns ca. 70 Minuten lang über das Spielfeld gestümpert und hatten sehr viel Glück, dass die Bremer derzeit einfach noch dämlicher sind als wir. Eins grenzt allerdings an ein Wunder: Dass wir unter meinem unangefochtenen Lieblingsschiedsrichter gewinnen konnten - das muss Zufall gewesen sein. Als ich sah, wer sich da im gelben Trikot warm läuft, schwante mir nichts Gutes. Böse Zungen behaupten, das ginge mir bei jedem Schiri so; aber nein, kann ich da nur sagen, da gibt es Abstufungen! Die sind zwar haarfein, aber vorhanden. Kurz gesagt: ein Helmut Fleischer ist mir wesentlich lieber als ein Knut Kircher. Der jeden Mist abpfeift und den Spieler zur Not dreieinhalb Zentimeter weiter links postiert, nur, weil er meint, das müsse jetzt aber so.

Mit anderen Worten: Das Spiel war wirklich nur schwer zu ertragen. Und zum Glück nur 92 Minuten lang. Beim dreimillionsten Fehlpass von Olic wäre ich ausgeflippt, wo ich mich zwei Millionen und neunhundertneunzigtausend Mal im Griff hatte, immerhin. Sein Tor war Zucker, das konnte mich besänftigen. Na ja, genau genommen bin ich nach dem Jubel in schallendes Gelächter ausgebrochen, weil ich nicht fassen konnte, dass wir mit so einer Leistung gegen Bremen in Führung gehen.

Nun. Drei Punkte, vier Tabellenplätze vor unserem Intimfeind und immer noch die Nummer eins im Norden. Ich höre ja schon auf, mich zu beschweren.